Seit wann gibt es Minigolf? Minigolf hat eine spannende Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht!
- Anfänge (1867): In Schottland, der Heimat des Golfsports, wurde erstmals eine verkleinerte Golfvariante für Damen erfunden.
- Die erste Minigolf-Anlage (1912): In den USA entstand die erste offizielle Minigolf-Bahn – ein 18-Loch-Parcours namens „Thistle Dhu“ in North Carolina.
- Minigolf wird weltweit populär (1950er): Der Schweizer Paul Bongni entwickelte eine standardisierte Minigolf-Anlage aus Beton (Patent), die sich in Europa rasant verbreitete.
- Heute: Minigolf ist ein beliebter Freizeitsport, aber auch ein professioneller Wettkampfsport mit internationalen Meisterschaften und Verbänden wie dem Weltminigolfsportverband (WMF).
Von kleinen Anfängen bis zum weltweiten Erfolg – Minigolf begeistert heute Millionen von Menschen!
Was braucht man für Minigolf? Bahnen, Ball, Schläger, Tasche, Scorekarte.
Was sind die wichtigsten Regeln? Ziel ist es, den Ball mit möglichst wenig Versuchen im Loch zu versenken. Dabei Zählt jeder Schlag als Punkt und man hat sechs Versuche an jeder Bahn. Sollte man nach sechs Schlägen noch keinen Erfolg vorweisen können, wird auf der Scorekarte eine Sieben eingetragen. Auf Miniaturgolfanlagen dürfen die Bahnen meist nicht betreten werden, da sie brechen könnten (so wie bei uns). Der Ball wird vom Abschlagfeld gespielt und muss die Grenzlinie (meist rot) passieren. Solange das nicht geschieht, wird er weiter vom Abschlagfeld gespielt. Nach überqueren der Grenzlinie wird er von dort weitergespielt, wo er liegen bleibt. Rollt er zurück, darf er auf die schwarze Ablegelinie vor das Hindernis gelegt werden. Sollte einmal ein Ball die Bahn verlassen, darf er ohne Strafpunkt dort eingesetzt werden, wo er die Bahn verlassen hat.
Was kostet Minigolf? Je nachdem – ein Schläger ist in guter Qualität schon ab 60€ zu haben, man kann dafür aber auch getrost 170€ ausgeben. Diese Schläger werden mit einer Schlagfläche mit Gummi gespielt um feinfühliger und präziser spielen zu können. Ähnlich verhält es sich bei Minigolfbällen, da kann man gebrauchte Bälle schon ab 5€ das Stück erwerben, aber auch mehrere Hundert Euro für eine einzelne Kugel wurden schon bezahlt. Doch wozu benötigt man verschiedene Bälle? Es gibt geschätzt etwa zwanzig Tausend verschiedene Minigolfbälle und es kommen laufend Neuerscheinungen dazu. Diese unterscheiden sich in folgenden Eigenschaften: Sprunghöhe, Härte, Gewicht, Oberfläche (lackiert, roh, strukturiert), und Größe. Verschiedene Lacke mit unterschiedlichen Lauf- und Bandeneigenschaften kommen noch hinzu. Hier ist es für Anfänger besonders schwer einen Überblick zu bekommen. Wende dich in diesem Fall an einen erfahrenen Vereinskollegen der dir da sicherlich weiterhelfen kann. Er findet mit dir gemeinsam heraus, wie du günstig an passendes Material kommst. Kinder und Jugendliche können wir dabei besonders unterstützen.
Eine kleine Balltasche kostet in etwa 30€. Für einen Spieler mit Ambitionen zahlt sich eine günstige Jahresmitgliedschaft in Kombination mit einer Saisonkarte aus. Vereinskollegen können dir sicher helfen das richtige für deine Heimanlage zu finden. Gerade am Anfang der Karriere spielt man noch oft Bälle von Kollegen. Um die Schläge auf einer Runde zu zählen gibt es die Möglichkeit Scorekarten zu erwerben oder auf dem Smartphone eine entsprechende Software (android) zu installieren. Vielleicht benötigt man noch ein kleines Handtuch, um die Ausrüstung zu reinigen und eventuell noch ein Tee für den Abschlag auf der Bahn Sieben auf dem System Beton. Es gibt mehrere Systeme, da gibt es zu Beispiel Eternit, Filz, Betonbahnen, Adventuregolf oder MOS (Minigolf Open System).
Wie spielt man Minigolf richtig? Man stellt sich seitlich zur Bahn und Ball und die beiden Füße bilden dabei ein gleichschenkeliges Dreieck. Der Schläger wird ähnlich einem Putter beim Golfen gehalten. Welche Hand dabei unten gehalten wird ist dabei unerheblich, sofern man einen kontrollierten Schlag ausführen kann. Man geht dabei noch etwas in die Knie und führt den Schlag vorwiegend aus dem Schultergürtel aus. Der Blick bleibt nach dem Zielvorgang, also während des Schlagvorganges auf die Position des ruhenden Balls gerichtet. Die Schlagbewegung geschieht kontrolliert aus dem Oberkörper und nicht aus den Handgelenken. Erklärvideos von Sarah Schumacher auf YouTube sind hier zu finden.
Was ist ein gutes Ergebnis beim Minigolf? Für einen Hobbyspieler ist ein Ergebnis rund um 45 Schlägen schon beachtlich. Profis schaffen, abhängig vom bespielten System, schon mal die fantastische 18!